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Herzlichen Glückwunsch!
Herzlichen Glückwunsch an unsere Vize-Weltmeisterin Karina Weindorf (Marathon) und Michael Seibel zum dritten Platz!!!!
 

24.08.2008 Masters Kriterium 2008 PDF Drucken E-Mail

Überraschungssieger AK30: Michael Seibel,

Gewohnheitssieger AK40: Kurt Kroneberger

Wiederholungssiegerin AK50: Karin Stangl

Überraschte Siegerin HIC: Susanne Zellweger 

Masters Kriterium mit Sprintcup, Einzelrennen, Staffeln, HIC-Endlauf
 

Die Speedskater von Blau-Gelb Groß-Gerau hatten sich aufgemacht, den Senioren, also allen Speedskatern ab 30, die man heute Masters nennt, ein Kriterium wie das im Frühjahr zu bieten. Die Organisations-Maschinerie lief an, Oliver Lohr und Roland Klöß waren an den Mikrofonen, Marion Kießling war bei der Ergebniserfassung, Holger Heizenröder organisierte ein international erfahrenes Schiedsgericht unter Barbara Fischer, Harald Hofmann baute Zelte. Der Aufwand war tatsächlich etwas kleiner als beim großen Kriterium, das reichte aber leicht, um dem Häuflein der Masters eine perfekte Veranstaltung zu bieten.

Es fing an mit einem Sprintcup im Einzelstart über 300 Meter. Viele der Starter können zwar schon lange schnell fahren, aber das ungewohnte Startprozedere musste erst noch geübt werden. Am Ende gab es in allen Altersklassen Sieger, die auch sehr respektable Zeiten erreichten. So Rainer Arnold von Blau-Gelb mit 27,91 s und Silke Helbach aus Darmstadt mit 32,56 s.

Eingestreut in das Kriterium war das Abschlussrennen zum Hessen-Inline-Cup. Viele der anwesenden Masters nahmen die Gelegenheit wahr, mal nicht in Altersklassen zu laufen, alle in einem Feld über 3000 Meter. Am Ende trug die Schweizerin Susanne Zellweger vor Ann-Kathrin Heinze und Sandra Hirsch, beide aus Groß-Gerau, den Gesamtsieg davon. Sie war etwas überrascht über diesen Seriensieg, sie hatte ja nur bei einigen Rennen in Süddeutschland gut abgeschnitten, von der Serie ahnte sie nichts, selbst mit der Ortung von Hessen hatte sie Probleme. Der Sieger der Serie der Herren kannte solche Probleme nicht, es war Kurt Kroneberger von Blau-Gelb.

Die Rennen des eigentlichen Kriteriums sahen heftige Kämpfe um die Titel in allen Klassen, selbst bei den Frauen gab es in allen Klassen bis zur AK 60 gleichstarke Konkurrentinnen. Bei den Herren konnte sich in der Klasse ab 30 Michael Seibel einen Überraschungssieg sichern – er schlug sogar den haushohen Favoriten Rainer Arnold, seinen Trainer. Dritter wurde Ralf Sonneck und machte damit den Blau-Gelben Dreifachsieg perfekt. Bei den Damen konnte sich Silke Helbach aus Darmstadt gegen die beiden Langstrecklerinnen Eisenhut und Zellweger aus der Schweiz knapp behaupten.

In der AK 40 gewann Kurt Kroneberger alles, ihm fehlte etwas die Konkurrenz – seinen Verfolger, Thierry Vandenbroucke aus Lyon, hatte er gut im Griff. Ganz anders in der nächsten Klasse ab 50, hier gab es genug Wettbewerb mit Sieger Roland Moser aus der Schweiz und mit Roman Laubhahn, der in diesem Jahr mehrfacher deutscher Meister ist. Blau-Gelb stellt mit Norbert Jacobi auch noch den Sieger in der AK60, der brauchte seine Gegner kaum zu fürchten, also machte er Unruhe in der AK50, denn beide Klassen waren zusammen gestartet worden. Die AK 50 der Damen sah einen weiteren ungefährdeten Durchmarsch von Karin Stangl aus Regensburg.

Es gab Staffeln, die mal quer zu den Altersklassen organisiert sein mussten, mal eher Vereins-übergreifend ad hoc gebildet wurden. Jedesmal war die Begeisterung der Masters (also der gesetzten Herrschaften), die sonst solche Rennen selten angeboten bekommen, groß – die hohe Geschwindigkeit bei Staffelrennen macht einfach Spaß.

Die Rennen der Schüler und Jugend waren alle am Samstag, so konnten die ungarischen Gäste in einem Zug viele Siege abräumen; das Konzept der Familienveranstaltung, das auch den mitgereisten Kindern etwas bot, ging hier voll auf. Als neue Rennform gab es einen Handicap-Lauf, bei dem die Startposition je nach vorheriger Leistung unterschiedlich war, das Ziel war natürlich gleich. Die Gesamtsiege gingen bei den Schülern A/Jugend an Filip Juric, Simon Albrecht, Leon Besoke und Maurice Demant. Bei den Schülern B dominierten die Ungarn. Die Schüler C sahen Siege von Ramon Luckhardt, Alexandra Römer und Emily Besoke.

Die gemischte Staffel aus Jugend und Masters geriet im Regen zur Rutschpartie, aber so lernen sich die verschiedenen Altersklassen auch kennen. Moritz van Riggelen registrierte zufrieden nach dem Sieg zusammen mit Leon Besoke und zwei „Alten“ aus der AK40 und 50: „endlich ein Treppchenplatz“.

Das Fazit fällt gemischt aus: die Veranstaltung war gelungen und sie hat allen Sportlern Spaß gemacht. Das Konzept wird aber noch variiert werden müssen, um mehr Teilnehmer von den Marathons zu den ungewohnten Bahnrennen zu bringen. Aber auch das „große“ Kriterium im Frühjahr fing ja mal über einige Jahre lang klein an.

Und eigentlich ist es ja erst richtiger Sport, wenn der Spaß am Rennen im Vordergrund steht und dann die Freude über vierte Plätze auch bei nur acht Teilnehmern groß ist.

(bomi)

Nachträgliche Korrektur: Den HIC hat Susanne Zellweger gewonnen, nicht wie ursprünglich gemeldet, Käthy Eisenhut. Aber nachdem die beiden so oft im Tandem auftreten, werden sie es vielleicht verzeihen. 

Alle Ergebnislisten unter "Ergebnisse"

 

Letzte Aktualisierung ( Monday, 1. September 2008 )
 
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