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Am 10. und 11. Mai war die deutsche Mannschaft zu Gast in Pamplona. Dieses Jahr fanden die Rennen, nicht wie sonst auf dem Straßenkurs sondern auf der neu gebauten Bahn in Chantrea statt. Wie in den letzten Jahren, war der Wettkampf sehr gut besucht und es traten Skater aus Spanien, Frankreich, Kolumbien, Argentinien, Belgien, Holland, Mexico und Deutschland gegen einander an. Für Deutschland waren am Start: Nico Wieduwilt, Pascal Ramalie, Felix Rijhnen, Toni Deubner, Jana Gegner, Sabine Berg und Tina Strüver. Als Trainer reiste Tobias Heinze mit nach Spanien.
Der erste Wettkampftag war durch ein volles Programm geprägt. So mussten die Athleten bis zum Mittag bereits vier Rennen absolvieren. Über die 300m gingen bis auf Pascal alle deutschen Sportler an den Start. Bei den Damen qualifizierten sich Sabine und Jana für das Finale der besten acht. Die Herren nutzen die 300m um nochmals einen Eindruck von der schnellen Bahn zu bekommen. Gleich im Anschluss folgten die Serien über 1000m, wo sich alle Damen für das Halbfinale qualifizierten. Bei den Herren konnten Felix, Nico und Toni das Halbfinale erreichen. Ohne viel Pause ging es gleich weiter mit diesen. Auch hier zeigten sich die Damen in hervorragender Verfassung und so kamen Jana und Sabine in das Finale der besten sieben. Tina verfehlter den Einzug nur sehr knapp und belegte am Ende einen guten neunten Platz. Die Halbfinals der Herren verliefen leider nicht so erfolgreich, aber ließen auf die noch kommenden Langstrecken hoffen (Nico (11.), Felix (13.), Toni (21.)). Das Finale der Damen verlief sehr spannend, es war geprägt von hohem Tempo und vielen taktischen Elementen, denn neben den Deutschen waren auch zwei Holländerinnen im Finale. Zwei Runden vor Ende des Rennens setzte sich Sabine mit Jana an die Spitze des Feldes und hielt das Tempo für die nächsten 1,5 Runden hoch. Vor der letzten Kurve öffnete Sabine für Jana die Innenbahn, leider ist auch noch die Holländerin Elma De Vries an Sabine vorbeigekommen. Jana setzte die hervorragende Arbeit von Sabine in den ersten Sieg für das Team um, Sabine selbst kam auf der Zielgeraden noch dicht an De Vries ran, konnte sie aber nicht mehr übersprinten und musste sich mit dem ebenso hervorragenden dritten Platz begnügen. Im Finale der Herren dominierte das Matter Inline Center Team. Kalon Dobbin (NZL) vor Andres Munos (COL) und dem Franzosen Julien Sourisseau. Direkt im Anschluss folgten die 10km Punkte Rennen. Hier zeigten die Damen wie schon bei den 1000m eine gute Teamarbeit und so konnte sich Jana über einen weiteren Platz auf dem Podium freuen. In diesem Rennen war die Dominanz des Bont-Teams sehr beeindruckend, so erzielte Alexandra Vivas (COL) 29 und Tamara Llorens (ARG) 17 Punkte. Jana konnte sich im Zielsprint gegen die Französin Peruzetto durchsetzen und ersprintete mit 7 Punkten den dritten Platz. Sabine wurde fünfte und Tina siebte. Die Herren hatten auf der ersten Langstrecke Schwierigkeiten sich als Team zu formieren und konnten leider keine Akzente setzen. Nach nur zwei Stunden Pause ging es mit den Finals der 300m weiter, hier hatten wir mit Jana und Sabine zwei Kandidatinnen auf einen Podestplatz im Rennen. Doch die Strapazen der vorherigen Rennen waren den zwei noch anzumerken und so verfehlte Sabine mit 28,172 s merklich knapp den dritten Platz. Jana wurde mit 28,357 sec sechste. Es gewann Sheila Posado (ESP-27,634) vor Saioa Elzaburu (ESP-27,853) und Silvana Stocco (ARG-28,152). Bei den Herren verlief das Finale ohne deutsche Beteiligung, hier gewann Munoz in einer Zeit von 24,895 sec vor Mejia (ESP-25,036) und Dobbin (25,130). Das Highlight des Tages waren dann die Punkte – Ausscheidungsrennen über 10 km und 15 km. Hier merkten besonders die Damen, dass sie schon viele Rennkilometer in den Beinen hatten, Tina zeigte in diesem sehr schnellen Rennen (16:18,654 min) einmal mehr ihre guten Dienste für das Team und gab alles um Sabine zu unterstützen. Leider reichte es nur für 2 Punkte und einen guten sechsten Platz für sie. Tina wurde zehnte und Jana 13. Abermals zeigten die Bontgirls ihre Dominanz und gewannen mit 25 und 23 Punkten deutlich das Rennen. Lucie Perzuzzeto (FRA) belegte mit 12 Punkten den dritten Platz. Die Herren wollten sich nach dem Missglückten Punkterennen rehabilitieren und zeigten ebenfalls in einem sehr harten und schnellen 15 km Rennen (22:56,095 min) eine gute Teamarbeit. Felix und Pascal arbeiteten sehr gut für Nico und bereiteten ihm 5 Sprints vor. Durch eine kleine fehlerhafte Abstimmung während des Rennens verpassten die drei es leider, noch 2 weitere Sprints zu fahren, um für Nico Punkte zu holen. Munoz zeigte auch hier wieder seine Klasse und erzielte mit 24 Punkten klar den Sieg vor Daniel Nation (NZL-14 P.) und Nicolas Zamudio (COL-13 P.). Nico kam mit 10 Punkten auf den sechsten Platz. Die Differenz von nur 4 Punkten zeigt hier auch, dass das Podium durch eine gute Arbeit des Teams erreichbar ist! Sonntags waren nur noch zwei Rennen auf dem Programm, die 500m und die 10 km Ausscheidungsrennen. Über 500m konnten sich Jana und Nico für das Finale qualifizieren, leider reichte es nicht für einen Platz auf dem Podium. Die letzten Rennen. Jana und Sabine liefen ein gutes Rennen und verhielten sich in der ersten Phase sehr aufmerksam, um den Ausscheidungen zu entgehen. Jana kämpfte sich durch das Rennen und unterstütze Sabine bis zu letzt. Jana belegte einen guten 13. Platz. Sabine war die letzten Runden auf sich alleine gestellt. Sie lief taktisch sehr gut im Feld mit und überstand alle Ausscheidungen. 350 m vor dem Ziel attackierte sie und konnte sich etwas vom Feld absetzen. Nur die Kolumbianerin Vivas schloss das Loch gerade so bis zur letzten Kurve. Sabine konnte Kurvenausgangs leider nicht die Innenbahn behaupten und wurde mit einem langen Zielschritt von Vivas kurz vor der Linie abgefangen. Sabine konnte sich aber dennoch über ihren grandiosen zweiten Platz freuen, dritte wurde Llorens. Beeindruckt von der Leistung der Frauen, gingen die Herren an den Start um es den Damen gleich zu tun. Das Team formierte sich immer wieder in sehr guten Positionen im Feld und übernahm 17 Runden vor Schluss die Führung. Pascal hielt das Tempo 10 Runden lang hoch und übergab dann sieben Runden vor dem Ziel an Felix. Felix verschärfte das Tempo noch einmal und brachte Nico bis zwei Runden vor das Ziel. Jetzt übernahm Nico selbst und erhöhte das Tempo wieder. In Führung liegend wurde Nico dann vor der letzten Kurve von Munoz und Patxi Peula (ESP) übersprintet. Nico konnte den Anschluss halten, schaffte es aber nicht mehr an den beiden vorbei zu kommen. Es gewann Munoz mit neuem Weltrekord in 15:02,857 vor Peula und Nico. Pascal (12.) und Felix (7.) komplettierten das super Ergebnis. Alle Ergebnisse sind unter: http://www.patincarrera.com/pamplona2008/resultados.shtml zu finden. |